Aushöhlen und verrunden
Aus massiv wird Schale, aus scharf wird rund – weniger Material, bessere Drucke, angenehmer in der Hand
Was das praktisch bedeutet
- «2 mm Wände, unten offen» macht aus einem massiven Block eine Box, in die etwas hineinpasst.
- Verrundungen sind ein Satz: «1 mm Radius an allen Außenkanten». Besser in der Hand und gleichzeitig stabiler.
- Das Aushöhlen läuft als 2D-Konturversatz plus Extrusion – gemessen zwei Größenordnungen schneller als der generische Netzansatz, und topologisch korrekt.
- Oben, unten oder beides offen lassen: eine Box, die sich nach oben öffnet, oder eine Haube, die über etwas gestülpt wird — je ein Satz.
Häufige Fragen
- Welche Wandstärke soll ich nehmen?
- Mit einer 0,4-mm-Düse sind 1,6 mm (4 Perimeter) ein sicherer Standard für Gehäuse. Tragende Teile wollen 2,4 mm oder mehr; ein rein optisches Teil ist mit 1,2 mm gut bedient. Zu dünn verzieht sich, zu dick verschwendet Zeit und Filament.
- Warum lässt sich ein Teil davon nicht aushöhlen?
- Weil die Wand dicker ist als die halbe lokale Geometrie und sich selbst durchdringen würde. Reduziere die Stärke oder verstärke diesen Bereich – es sagt dir, welche Region gescheitert ist.
- Beeinflussen Verrundungen Passmaße?
- Ja. Lass Passflächen scharf (oder nur mit 0,2 mm Einführfase) und verrunde die Außenkanten, die du tatsächlich anfasst. Sag «nur die Außenkanten», dann bleiben die Passungen unangetastet.